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Stralsunder Werkstätten erhalten erneut Trägerzulassung für berufliche Bildung

Die Stralsunder Werkstätten sind nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) weiterhin berechtigt, Bildungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung anzubieten und so deren Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.

Im Berufsbildungsbereich der Stralsunder Werkstätten werden die Teilnehmer über zwei Jahre in verschiedenen Tätigkeitsfeldern geschult. (Foto: Heinz Duttmann)

Als Ergebnis eines Audits durch die Zertifizierungsstelle Zertpunkt Ende Januar wurde nun eine erneute Trägerzulassung für die Jahre 2018 bis 2022 erteilt.

Im Berufsbildungsbereich der Stralsunder Werkstätten werden Menschen mit Behinderung und seelischer Erkrankung in den Tätigkeitsfeldern Hauswirtschaft, Service/Gastronomie, Küche, Montage, Holzbearbeitung sowie Garten- und Landschaftspflege durch sogenannte Bildungsbegleiter geschult. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Teilnehmern theoretische und praktische Grundlagen in den jeweiligen Berufsfeldern und setzen sich auch mit lebenspraktischen Inhalten auseinander, zum Beispiel dem Umgang mit Geld oder Einkaufstraining. "Ziel unserer Arbeit ist es, die Teilnehmer während der zweijährigen Bildungsmaßnahme so zu schulen, dass sie entweder auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden können oder einen Arbeitsplatz in unserer Werkstatt erhalten", erklärt Katja Mahnke, Leiterin des Berufsbildungsbereiches. Ihre Interessen und Fertigkeiten können die Teilnehmer dabei im Rahmen von Praktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes oder in den verschiedenen Werkstattbereichen erproben. Derzeit durchlaufen 36 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 57 Jahren den Berufsbildungsbereich der Stralsunder Werkstätten.

Die AZAV ist eine Verordnung nach dem dritten Sozialgesetzbuch und dient der Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt. Die Zulassung der Bildungsträger erfolgt über eine Dokumentenprüfung und ein anschließendes Vor-Ort-Audit. In diesem wird geprüft, ob die Anforderungen der Verordnung erfüllt werden. Hierzu zählen unter anderem der Nachweis der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Einrichtung, die Beschäftigung qualifizierten Personals und die Anwendung eines Systems zur Sicherung der Qualität. Nach dem erfolgreichen Zertifizierungsverfahren erhalten die Träger ein entsprechendes Zertifikat. Die Trägerzulassung wird für eine Dauer von fünf Jahren erteilt und muss in Form von jährlichen Überwachungsaudits bestätigt werden.