Detailanzeige

Staatssekretär für Soziales zu Besuch bei den Stralsunder Werkstätten

Im Rahmen einer Kreisbereisung besuchte Nikolaus Voss, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, in der vergangenen Woche die Stralsunder Werkstätten.

Staatssekretär Nikolaus Voss (3. v. r.) besuchte gemeinsam mit Carmen Schröter (5. v. r.), stellvertre-tende Landrätin, und Stefan Brunke (2. v. r.), Fachdienstleister Soziales, die Stralsunder Werkstätten. (Foto: Stralsunder Werkstätten)

Gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Vorpommern-Rügen, Carmen Schröter, und dem Fachdienstleister Soziales, Stefan Brunke, informierte er sich über das Angebot der Werkstatt für behinderte Menschen. Bei der Diskussion aktueller Problemstellungen wurde insbesondere die Fördergruppe der Einrichtung thematisiert.

Bei einem Rundgang machten sich die Gäste ein Bild von der Raumsituation in der Fördergruppe. Hier werden seit dem Jahr 2003 schwerstmehrfach behinderte Menschen betreut. "Die räumlichen Anforderungen haben sich im Laufe der Zeit jedoch gewandelt, zum Beispiel durch eine gestiegene Zahl an Teilnehmern mit schwereren Behinderungen", erläuterte Peter Friesenhahn, Geschäftsführer der Stralsunder Werkstätten. Zudem steige der Bedarf an Förderplätzen. Die Weichen für eine vom Landkreis Vorpommern-Rügen angestrebte Erweiterung der Fördergruppe von aktuell 18 auf 30 Plätze wurden bereits vor zwei Jahren gestellt. Die Umsetzung scheiterte jedoch bisher an der Finanzierung durch den überörtlichen Träger der Sozialhilfe, den Kommunalen Sozialverband (KSV). Peter Friesenhahn machte deutlich, dass darüber hinaus auch die aktuell gültige Pauschale zur Finanzierung der Förderangebote nicht ausreiche, um die anfallenden Betreuungskosten zu decken. Er appellierte an den Staatssekretär und die Vertreter des Landkreises Vorpommern-Rügen, sich beim KSV für individuelle Vergütungsverhandlungen einzusetzen.

Bei einem Rundgang durch einige Gruppenräume der Hauptwerkstatt und beim anschließenden Gespräch wurden zudem die Arbeitsbereiche der Stralsunder Werkstätten und der Übergang von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zur Sprache gebracht. „Es ist unser zentrales Anliegen, dass wir alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen mit Behinderung wie alle anderen auch in der Mitte unserer Gesellschaft leben. Das beinhaltet die uneingeschränkte Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, die schrittweise Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems, den Abbau von Kommunikationsbarrieren in den öffentlich-rechtlichen Medien und die Förderung der Bewusstseinsbildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“, sagte Voss und erklärte weiter: „Ich habe mich davon überzeugen können, dass die Stralsunder Werkstätten hervorragende Arbeit leisten“.